{"id":596,"date":"2024-10-06T16:52:34","date_gmt":"2024-10-06T16:52:34","guid":{"rendered":"http:\/\/dev.otorinoticino.ch\/?page_id=596"},"modified":"2024-10-28T17:51:14","modified_gmt":"2024-10-28T17:51:14","slug":"patologie-orl","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/","title":{"rendered":"HNO-Krankheiten"},"content":{"rendered":"<div class=\"gb-container gb-container-91a56c38\">\n\n<h1 class=\"gb-headline gb-headline-845b527a gb-headline-text\">Funktionelle HNO-Heilkunde<\/h1>\n\n\n\n<div class=\"d-flex justify-content-center mt-3 mb-3\" style=\"height: 3vh;\">\n    <svg preserveAspectRatio=\"xMidYMid meet\" width=\"25\" height=\"25\" viewBox=\"0 52.749 444 338.551\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" role=\"presentation\" aria-hidden=\"true\" aria-label=\"\">\n        <g>\n            <path d=\"M276.9 391.3h-1c-6.3-.5-11.5-4.7-13.6-10.4l-97.7-272.7L103 229.4c-2.6 5.2-7.8 8.4-14.1 8.4H15.7C6.8 237.7 0 231 0 222.1s6.8-15.7 15.7-15.7h63.7l74.2-145.2c2.6-5.7 8.9-8.9 15.2-8.4s11.5 4.7 13.6 10.4L279.5 336l61.6-121.2c2.6-5.2 7.8-8.4 14.1-8.4h73.1c8.9 0 15.7 6.8 15.7 15.7 0 8.9-6.8 15.7-15.7 15.7h-63.7L291 383c-2.6 5.2-8.4 8.3-14.1 8.3z\" fill=\"#006ad1\"><\/path>\n        <\/g>\n    <\/svg>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Die Gesundheit ist nicht nur ein w\u00fcnschenswerter Zustand, sondern ein aktiver Prozess!<\/em><br><em><a href=\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/dr-thomas-roth\/\">Dr. Roth, Thomas<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-c8bddff0 gb-headline-text\">Inhalt<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-ff5e978dc8b0de535980bbdeee1f3b92\">\n<li><a href=\"#funktionelle-hno\">Was bedeutet funktionelle Hals-Nasen-Ohrenheilkunde?<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#abklaerungen-diagnostik\">Abkl\u00e4rungen und Diagnostik<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#hoerst\u00f6rungen-ohrensausen\">H\u00f6rst\u00f6rungen und Ohrensausen (Tinnitus)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#schwindel-gleichgewicht\">Schwindel und Gleichgewichtsst\u00f6rungen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#geruchsst\u00f6rungen\">Geruchst\u00f6rungen (Hyposmie, Anosmie, Parosmie)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#long-covid\">Long-Covid<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#mundhoehle\">Mundh\u00f6hle, Zunge, Lippen und Mundgeruch<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#magenbrennen-reflux\">Magenbrennen und Reflux<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#halsschmerzen-mandelentzuendungen\">Halsschmerzen und Mandelentz\u00fcndungen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#schnarchen-apnoe\">Schnarchen und n\u00e4chtliche Apnoe (OSAS)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#chronischer-schnupfen\">Chronischer Schnupfen, Allergien auf Pollen und Hausstaubmilben<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#nasennebenhoehlen\">Nasennebenh\u00f6hlen: chronische und\/oder rezidivierende Sinusitis<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#nasenpolypen\">Nasenpolypen (chronische Sinusitis mit Polypen)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#zaehneknirschen\">Z\u00e4hneknirschen (Bruxismus) und Kiefergelenkbeschwerden<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#nacken-halswirbelsaeule\">Nacken und Halswirbels\u00e4ule<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#instabile-halswirbelsaeule\">Instabile Halswirbels\u00e4ule<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#oxidativer-nitrosativer-stress\">Exkurs: oxidativer und nitrosativer Stress \u2013 ein zweischneidiges Schwert\u2026<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-05e278ce gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"funktionelle-hno\">Was bedeutet funktionelle HNO?<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der funktionellen Medizin geht es darum, die k\u00f6rpereigenen Prozesse zu unterst\u00fctzen, um die gesunde Funktion der einzelnen Organe aufrechtzuerhalten und die Heilungsprozesse auf nat\u00fcrliche Weise zu f\u00f6rdern.<br>Die funktionelle HNO beurteilt einerseits die Beschwerden und Symptome nach klassischen schulmedizinischen Abkl\u00e4rungen, um prim\u00e4r schwerwiegenden Krankheiten auszuschliessen, sucht anderseits aber nach den krankmachenden Ursachen, die zu den jeweiligen Symptomen gef\u00fchrt hat.<br>Jedes Symptom kann als Warnsignal einer Funktionsst\u00f6rung des Organs verstanden werden, die nicht zwingend durch das Organ selbst verursacht ist, sondern vielmehr in eine St\u00f6rung im Stoffwechsel zu suchen ist. Diese St\u00f6rungen sind haupts\u00e4chlich durch chronischen Stress jeglicher Art (siehe Stressmedizin), unausgewogenen Lebensstil, ungesunde Ern\u00e4hrung und Mikron\u00e4hrstoffmangel bedingt.<br>Die Behandlung des einzelnen Symptoms f\u00fchrt meist nur zu einer vor\u00fcbergehenden Besserung; das Grundproblem bleibt jedoch bestehen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich ein neues Symptom im K\u00f6rper bemerkbar macht. Deshalb ist es ratsam, dem Symptom auf den Grund zu gehen.<br>Symptome respektive Organst\u00f6rungen k\u00f6nnen also als eine Art St\u00f6rung im System oder eines Teils des Systems verstanden werden, vergleichbar mit einem Virus im Computer, der gewisse Funktionen beeintr\u00e4chtigt oder blockiert. Besonders bei chronischen Beschwerden lohnt es sich, dem \u00abSystemfehler\u00bb nachzugehen und kausal zu behandeln.<br>Die Zelle selbst kann durch Mangel an Vitalstoffen oder durch Umweltgifte \u00abgestresst\u00bb sein. Aus molekularbiologischer Sicht spricht man von oxidativem und nitrosativem Stress; dieser entsteht durch \u00dcberproduktion von radikalen Sauerstoff- oder Stickstoffspezies (ROS oder RNS); daf\u00fcr gibt es zahlreiche Ursachen (siehe Exkurs unten). Dieser Stress hat prim\u00e4r eine Schutzfunktion; doch wenn er l\u00e4nger Zeit andauert und durch den Organismus nicht kompensieren kann, f\u00fchrt er zur Zellsch\u00e4digung: verschiedene Stoffwechselfunktionen werden hemmt, was zu einem Energieverlust und Sauerstoffmangel und schliesslich zu zahlreichen Symptomen f\u00fchrt.<br>Die Aufgabe des K\u00f6rpers ist es, seine Organfunktionen aufrechtzuerhalten und uns am Leben zu erhalten. Wenn er verletzt wird, ist es seine Aufgabe zu heilen; wenn er chronisch gestresst oder immer wieder verletzt wird, stellt sich eine chronische Entz\u00fcndung ein, die jedes Organ betreffen kann und somit viele chronische Krankheiten erkl\u00e4ren kann.<br>Im Folgenden wird aufgezeigt, dass gewisse, relativ h\u00e4ufig auftretenden HNO-Krankheiten durch \u00e4hnliche molekularbiologische Mechanismen verursacht werden. Dabei geht es vorwiegend um chronische Erkrankungen, deren standardm\u00e4ssige Behandlungen nicht immer zum gew\u00fcnschten Erfolg f\u00fchrt. Um einen langfriste Gesundheit zu erlangen, ist es also ratsam, diese Aspekte zu ber\u00fccksichtigen und in das Therapiekonzept einzubeziehen.<br>Auch wird versucht eine Br\u00fccke zwischen den klassischen schulmedizinischen Therapiekonzepten der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und den komplement\u00e4ren Therapieoptionen zu bauen: hierbei spielen eine gesunde Darmflora (Verdauung), die verschiedenen Stoffwechselprozesse (Energiegewinnung und Regeneration) sowie auch die Stressmedizin, die Ern\u00e4hrung und zahlreiche Umweltfaktoren eine wichtige Rolle.<br>Dieser multimodaler Therapieansatz, im Sinne eines ganzheitlichen und gesundheitsorientierten Konzepts, st\u00e4rkt das Immunsystem, kann zahlreiche Beschwerden lindern und ist Basis f\u00fcr eine erfolgreiche Pr\u00e4vention und ein gesundes \u00c4lterwerden (Longevity).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-eb7ff90c gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"abklaerungen-diagnostik\">Abkl\u00e4rung und Diagnostik<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Gespr\u00e4ch (Anamnese) und detaillierter Gesundheitsfragebogen liefern meist schon die wichtigsten Hinweise \u00fcber die m\u00f6gliche Ursache der Beschwerden.<br>Es folgt die fach\u00e4rztliche Untersuchung, gegebenenfalls mit speziellen Abkl\u00e4rungen. Ziel ist es organische oder schwerwiegende Erkrankungen auszuschliessen oder rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Auf die klassischen Behandlungen wird hier nicht detailliert eingegangen; diese sind Teil der Sprechstunde.<br>Je nach Situation empfehlen sich dann eine allgemeine Blutanalyse, aber auch spezifische Analysen aus der Zelle (intrazellul\u00e4r), Urin und Speichel, um die Funktion des Stoffwechsels zu beurteilen und m\u00f6gliche Schwachstellen zu eruieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-c8b5c143 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"hoerst\u00f6rungen-ohrensausen\">H\u00f6rst\u00f6rungen und Ohrensausen (Tinnitus)<\/h2>\n\n\n\n<p>H\u00f6rst\u00f6rungen und Ohrensausen (Tinnitus) sollten prim\u00e4r durch den HNO-Spezialisten beurteilt werden, nicht zuletzt um schwerwiegende Erkrankungen auszuschliessen.<br><strong>H\u00f6rst\u00f6rungen <\/strong>nehmen mit dem Alter zu und gehen h\u00e4ufig mit einem Tinnitus einher. Abgesehen von den zahlreichen Ursachen, wie genetische Faktoren, Umweltfaktoren (insbesondere L\u00e4rmexposition), sind auch chronische Krankheiten und Stoffwechselst\u00f6rungen mit einer progredienten H\u00f6rminderung verkn\u00fcpft; chronische entz\u00fcndliche Prozesse im K\u00f6rper und einige Medikamente haben einen sch\u00e4digenden Einfluss auf das Geh\u00f6r.<br>Unsere Sinnesorgane brauchen viel Energie, die durch die Mitochondrien (= \u00abZellbatterie\u00bb) geliefert wird. Viele Faktoren sch\u00e4digen die Funktion der Mitochondrien: dazu geh\u00f6ren vor allem Umweltgifte, Antibiotika, Konservierungsmittel, falsche Ern\u00e4hrung und mangelnde k\u00f6rperliche Bewegung.<br>Bei Systemerkrankungen findet sich oft eine bestimmte Form des H\u00f6rtests, was eine St\u00f6rung der Mitochondrien vermuten l\u00e4sst (sekund\u00e4re Mitochondriopathie).<br><strong>Tinnitus <\/strong>ist ein akustisches Ph\u00e4nomen, das sich durch verschiedene Rausch- oder Klangqualit\u00e4ten und Intensit\u00e4ten zeigen kann. Die Ursachen f\u00fcr einen Tinnitus sind zahlreich. Eine sehr h\u00e4ufige Ursache ist eine akute oder chronische Belastungssituation (siehe Stressmedizin). Chronische Halswirbels\u00e4ulenprobleme (Muskelverspannungen, Hernien, etc.) sind fast immer mit Tinnitus und anderen Ohrbeschwerden verbunden. Ausserdem wurde in einer Studie gezeigt, dass 50% der Patienten mit Tinnitus an einem Vitamin-B12-Mangel leiden; Ursachen f\u00fcr einen Vitamin-B12-Mangel \u00f6ffnen die Diskussion \u00fcber (Mangel-)Ern\u00e4hrung und\/oder St\u00f6rungen des Verdauungstrakts. Nicht zuletzt, erscheint ein Zusammenhang mit nitrosativem Stress (siehe Exkurs unten) aus klinischer Sicht und Erfahrung als durchaus wahrscheinlich.<br>Die Beurteilung sollte entsprechend all dies m\u00f6glichen Ursachen einbeziehen und in einem therapeutischen Konzept ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-6cdf4d11 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"schwindel-gleichgewicht\">Schwindel und Gleichgewichtsst\u00f6rungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Gleichgewichtsorgan sind die Sensoren des Gleichgewichts und der Bewegung enthalten. St\u00f6rungen dieser Sensoren f\u00fchrt zu Schwindelbeschwerden. Das Gleichgewicht an und f\u00fcr sich h\u00e4ngt jedoch von zus\u00e4tzlichen Faktoren ab: Augen, Sensibilit\u00e4t an den F\u00fcssen, Muskelmasse, Kleinhirn, etc.<br>Schwindel und Gleichgewichtsst\u00f6rungen sollten durch den HNO-Facharzt abgekl\u00e4rt werden. Neben den Schwindelerkrankungen wie Lagerungsschwindel, Meni\u00e8re-Erkrankung und dem akuten Gleichgewichtsausfall (Neuritis vestibularis, Labyrinthitis) gibt es noch weitere Ursachen wie neurologische Erkrankungen, Nebenwirkungen von zahlreichen Medikamenten, Alkohol, Systemerkrankungen, etc. Es sind auch psycho-mentale Faktoren zu beachten, wie chronische M\u00fcdigkeit, Ersch\u00f6pfung oder Burnout. Die Halswirbels\u00e4ule spielt eine wichtige Rolle f\u00fcr das Gleichgewicht; folglich sind Halswirbels\u00e4ulenprobleme, wie Hernien, degenerative Ver\u00e4nderung oder Instabilit\u00e4ten, sehr h\u00e4ufig mit Schwindel und Gleichgewichtsst\u00f6rungen verbunden.<br>In Analogie zum Geh\u00f6r ist auch das Gleichgewichtsorgan den Alterungsprozessen unterworfen. Diese werden durch oxidativen und nitrosativen Stress beschleunigt. Ein \u00dcbermass an oxidativem oder nitrosativem Stress sch\u00e4digt die Mitochondrien und st\u00f6rt die Organfunktion, was zu wiederkehrenden Schwindelbeschwerden f\u00fchren kann.<br>Das Therapiekonzept beinhaltet die Reduktion von Schadstoffen (Rauchen), Stresscoaching mit gen\u00fcgend Regenerationsphasen, Schlafqualit\u00e4t, Ern\u00e4hrungsanpassung sowie die Supplementierung mit Mikron\u00e4hrstoffen und Antioxidantien. Letztere f\u00fchren zu einer Reduktion des oxidativen Stresses.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-7e273e50 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"geruchsst\u00f6rungen\">Geruchst\u00f6rungen (Hyposmie, Anosmie, Parosmie)<\/h2>\n\n\n\n<p>Geruchst\u00f6rungen treten h\u00e4ufig bei akuten oder chronischen Nasennebenh\u00f6hlenbeschwerden auf und sollten vom HNO-Facharzt abgekl\u00e4rt werden, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschliessen.<br>Ein Leitsymptom von Covid waren verschiedene Formen von Geruchst\u00f6rungen. Viele litten an Geruchsminderung (Hyposmie) oder sogar an Verlust des Geruchsinnes (Anosmie); einige nahmen die Ger\u00fcche anders wahr (Parosmie) oder empfanden gewisse Ger\u00fcche sogar als ekligen Gestank (Kakosmie).<br>Jedoch k\u00f6nnen auch Vitamin- oder Mineralienmangel zu Geruchst\u00f6rungen f\u00fchren, insbesondere die B-Vitamine und Zink.<br>Es empfiehlt sich eine entsprechende Analyse und eine Supplementierung der Vitalstoffe. Es braucht Zeit und Geduld; je l\u00e4nger die Geruchst\u00f6rungen andauern, desto schwieriger wird die Heilung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-35f16423 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"long-covid\">Long-Covid<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit Covid k\u00e4mpfen einige Patienten mit chronischen Beschwerden. Viele klagen \u00fcber Energiemangel, Abgeschlagenheit, bis hin zu einem chronischen Ersch\u00f6pfungszustand. Auch wenn die Beschwerden den Alltag der Patienten stark beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen, sind die \u00e4rztlichen Untersuchungen und auch die Laboranalysen meist im Normbereich. Deshalb ist es auch schwierig, eine kausale Therapie zu finden. Aus Sicht der Stoffwechselmedizin lassen sich manche Erkrankungen durch eine Funktionsst\u00f6rung der Mitochondrien erkl\u00e4ren, da diese Schwierigkeiten haben, Energie zu produzieren. Mitochondrien sind besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Toxine, Antibiotika, entz\u00fcndungshemmende Medikamente, Schwermetalle, Mikron\u00e4hrstoffmangel usw. (siehe Exkurs unten). Zur Beurteilung empfiehlt sich eine gezielte Analyse des Energiestoffwechsels (Mitochondriale Medizin) und der Neurobiologie (Stressmedizin). Als Behandlung empfehlen wir deshalb je nach Befund und Symptomkomplex eine gezielte Mikron\u00e4hrstofftherapie; auch sind gewisse Verhaltensanpassungen zwingend, um die Regeneration des K\u00f6rpers (insbesondere im Schlaf) zu f\u00f6rdern. Die Behandlungsdauer kann lange dauern. Das Ziel aller Massnahmen ist, den Stoffwechsel zu optimieren und die Energieproduktion des K\u00f6rpers zu steigern, aber auch das neurobiologische Gleichgewicht auszugleichen, um mehr Energie und Lebensfreude zu haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-f5e43033 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"mundhoehle\">Mundh\u00f6hle, Zunge, Lippen und Mundgeruch<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Mundh\u00f6hle reagiert sehr sensibel auf Ver\u00e4nderungen im Stoffwechsel. Zahlreiche systemische Erkrankungen k\u00f6nnen sich an Lippe, Zunge und Mundschleimh\u00e4uten bemerkbar machen. Gewisse M\u00e4ngel an Vitaminen und Mineralien zeigen sich in diesem Bereich. Mundwindelr\u00f6tungen sind verd\u00e4chtig f\u00fcr einen Zinkmangel.<br>Die <strong>Zunge <\/strong>ist ein Abdruck des Stoffwechsels. Das Brennen auf der Zunge oder in der Mundh\u00f6hle (burning mouth syndrome) zeigt sich nicht selten w\u00e4hrend oder nach einer emotionell belastenden Situation und tritt geh\u00e4uft bei depressiver Verstimmung auf; ausserdem k\u00f6nnen einige Medikamente die Symptome verst\u00e4rken.<br>Auch <strong>Aften <\/strong>treten h\u00e4ufig unter Stress auf und k\u00f6nnen als \u00dcbers\u00e4uerung des Stoffwechsels verstanden werden. Unter diesem Gesichtspunkt ist es empfehlenswert, wieder ein gesundes S\u00e4ure-Base-Gleichgewicht herzustellen; die Ern\u00e4hrung sollte angepasst und Entgiftungskuren in Betracht gezogen werden.<br>Bei <strong>Mundgeruch (Halitosis)<\/strong> werden h\u00e4ufig die Tonsillen als Ursache angenommen; sogenannte Mandelsteine (Tonsilloliten) haben zwar einen \u00fcblen Geruch, tragen jedoch nur unwesentlich zum Mundgeruch bei. Mundgeruch ist also wesentlich durch den Stoffwechsel bedingt und abh\u00e4ngig von zahlreichen Faktoren wie Stress, chronische einseitige Ern\u00e4hrung, Trinkmenge, etc. Haupts\u00e4chlich h\u00e4ngt unser Atem von den Gasen ab, die wir ausatmen; diese sind einerseits durch die Ern\u00e4hrung, andererseits aber auch durch den Stoffwechsel bedingt. Bei bestimmten Stoffwechselst\u00f6rungen treten gewisse Gase (Aceton, Aldehyde, Stickstoffoxide) auf und geben Hinweise f\u00fcr die Grunderkrankung. Mundgeruch kann bei Fasten und gewissen Entgiftungskuren auftreten, aber auch ein Zeichen von \u00dcbers\u00e4uerung des Organismus sein.<br>Diagnostisch kann eine Atemgasanalyse durchgef\u00fchrt werden, die auf Stoffwechselst\u00f6rungen hinweisen kann.<br>Daraufhin empfehlen sich dann gezielte Kuren mit dem Ziel, den Stoffwechsel wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-ce2678d3 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"magenbrennen-reflux\">Magenbrennen und Reflux<\/h2>\n\n\n\n<p>Magenbrennen und Refluxbeschwerden sind beinahe zu einer Volkskrankheit geworden. Der Ursprung liegt h\u00e4ufig in einer gest\u00f6rten Darmflora (Dysbiose). Die Ursachen sind zahlreich und die Ern\u00e4hrung spielt eine entscheidende Rolle.<br>Bei chronischen Beschwerden ist eine fach\u00e4rztliche Abkl\u00e4rung empfehlenswert, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschliessen; auch sollten Fachleute f\u00fcr Ern\u00e4hrung beigezogen werden, um prim\u00e4re oder sekund\u00e4re Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten auszuschliessen.<br>Der Verdauungstrakt ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, wobei jeder einen bestimmten ph-Wert hat: Mund (leicht basisch), Magen (sauer), D\u00fcnndarm (basisch) und Dickdarm (leicht sauer). Wird der pH-Wert gest\u00f6rt, f\u00fchrt dies zu Verdauungsst\u00f6rung mit Risiko f\u00fcr Mangelern\u00e4hrung und den bekannten Langzeitfolgen.<br>Der Verdauung beginnt bereits im Mund. Zu schnelles Essen und zu wenig Speichel wirken sich negativ auf die Verdauung aus. Zu wenig Magens\u00e4ure f\u00fchrt zu einer Verlangsamung der Peristaltik, wodurch die Nahrung zu lange am selben Ort verbleibt; folglich beginnen die Nahrungsbestandteile im Darm zu g\u00e4ren, was zu Bl\u00e4hungen f\u00fchrt und die Darmflora st\u00f6rt (siehe Mikrobiom).<br>Das Magenbrennen wird durch das Aufsteigen der Gallens\u00e4ure verursacht. Eine wichtige Rolle spielt auch der Stress, der eine sogenannte Stressgastritis bis hin Ulkus (Magengeschw\u00fcr) ausl\u00f6sen kann. S\u00e4ureblockierende Medikamente mindern zwar das Magenbrennen, f\u00f6rdern jedoch den soeben beschriebenen Teufelskreis; zudem erh\u00f6hen sie den Bedarf an Vitamine und Mineralien. Werden die S\u00e4ureblocker zu lange eingenommen, k\u00f6nnen sie zu Mangel an Vitalstoffen, wie Zink, Magnesium, Eisen, Vitamin B12, mit potenziell schwerwiegenden Langzeitfolgen. Deshalb sollten die S\u00e4ureblocker nicht zu lange eingenommen werden, sondern eine kausale Therapie erfolgen.<br>Die Ursache f\u00fcr Reflux liegt in einer gesteigerten Stickstoffmonoxid-Synthese (siehe Exkurs unten). Reflux kann in gewissen F\u00e4llen zu Reizungen im Hals f\u00fchren.<br>Als kausale Therapie sind eine gezielte Mikron\u00e4hrstofftherapie, Darmkuren sowie die Ern\u00e4hrungsumstellung sehr wirkungsvoll.<\/p>\n\n\n\n<p><u>Darmhirnachse und Vagusnerv:<\/u><br>Zum Thema Magendarmbeschwerden sollte die Darmhirnachse ber\u00fccksichtigt werden. Dazu findet sich zahlreiche Literatur. Das zentrale Bindeelement zwischen Hirn und Bauch ist der Vagusnerv. Er gibt Signale in beide Richtungen, d.h. chronische Magendarmbeschwerden gehen eng mit Stimmungsschwankungen (bis hin zu Depression) einher; andersherum sind akuter und chronischer Stress nicht selten mit Darmbeschwerden verbunden (siehe Reizdarm-Syndrom).<br>Der Vagusnerv ist unter anderem f\u00fcr regenerative Prozesse im K\u00f6rper verantwortlich; wird er ungen\u00fcgend aktiviert, ist keine effektive Erholung m\u00f6glich. F\u00fcr die Aktivierung gibt es zahlreiche Atem- oder Meditationstechniken. Eine regelm\u00e4ssige sportliche oder k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t ist ebenfalls wichtig; sie sollte aber nicht zu intensiv und nicht am Abend durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-4201d949 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"halsschmerzen-mandelentzuendungen\">Halsschmerzen und Mandelentz\u00fcndungen (Tonsillitis)<\/h2>\n\n\n\n<p>Wiederkehrende Hals- und Mandelentz\u00fcndungen sind durch den HNO-Facharzt zu beurteilen. Nicht immer sind jedoch Halsschmerzen durch eine Entz\u00fcndung der Mandeln (Tonsillitis) bedingt.<br>Der Hals- und der Rachenraum ist eine sehr empfindliche Region. Die Schleimh\u00e4ute sind ein Teil unseres Immunsystems und unserer Immunabwehr. Entsprechend reagieren sie auf Faktoren, die sich negativ auf das Immunsystem auswirken.<br>Dazu geh\u00f6ren die St\u00f6rungen der Verdauung, Allergien, Rauchen, Stress, Umweltgifte, D\u00e4mpfe und Gase verschiedener Art, chronische Nasennebenh\u00f6hlenprobleme und Nasenatmungsbehinderung, Nebenwirkungen gewisser Medikamente, etc., und nicht zuletzt auch Vitamin- und Mineralienmangel. Zudem beeinflussen mangelnde k\u00f6rperliche Bewegung und eine zu zucker- und\/oder kohlenhydrathaltige Ern\u00e4hrung (insbesondere bei Kindern) unsere Immunsystem negativ, mit allen m\u00f6glichen Konsequenzen.<br>In seltenen F\u00e4llen k\u00f6nnen Halsentz\u00fcndungen im Rahmen einer Refluxbeschwerden beeinflusst (siehe oben). Ausserdem sind an Halswirkbels\u00e4ulenprobleme und Nackenverspannungen zu denken, die in den Rachen und Kehlkopf ausstrahlen; Muskelverspannungen k\u00f6nnen das Gef\u00fchl eines Klosses im Hals (Globusgef\u00fchl) und Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden verursachen.<br>Bevor eine Mandelentfernung (Tonsillektomie) in Erw\u00e4gung gezogen wird, sollten diese Ursachen in der Beurteilung ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-2a242ca7 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"schnarchen-apnoe\">Schnarchen und n\u00e4chtliche Apnoe (OSAS)<\/h2>\n\n\n\n<p>Schnarchen hat verschiedene Ursachen. Die Nasenatmung respektive eine Nasenatmungsbehinderung spielen ein wichtiger Faktor. Doch eine nicht zu untersch\u00e4tzende Rolle spielt der Muskeltonus (Zunge, Mundboden, Rachenraum); dieser wiederum wird durch Ern\u00e4hrung (insbesondere Alkohol am Abend), (chronischer) Stress, metabolische Faktoren und das zentrale Nervensystem beeinflusst. Nicht zuletzt haben das Alter und das K\u00f6rpergewicht einen wichtigen Einfluss.<br>Wenn die Muskulatur erschlafft respektive der Rachenraum \u00abkollabiert\u00bb, f\u00fchrt dies zu Atemaussetzer. Wenige Atemaussetzer pro Stunde sind normal. Nehmen diese Aussetzer an Dauer und H\u00e4ufigkeit zu, kommt es zu einer Verminderung des Sauerstoffs im Blut und somit zu einer Hypoxie des Gehirns und anderen Organen. Man spricht von einem Apnoe-Syndrom. Folge ist ein metabolischer Stress, der zu mangelnder Erholung in der Nacht und somit zu Tagesm\u00fcdigkeit, Konzentrationsst\u00f6rungen, Stimmungsver\u00e4nderungen, etc.<br>Die Beurteilung der Situation sollte interdisziplin\u00e4r erfolgen. Der HNO-Arzt beurteilt die Nasenatmung und die Rachen- und Halsanatomie.<br>Aus fach\u00e4rztlicher Sicht stehen folgende Therapieoptionen zur Diskussion: Nasenscheidewandkorrektur, Mandelentfernung (eventuell mit einer Rachenplastik (Uvulopalatinopharyngealplastik)), Zahnschiene oder die n\u00e4chtliche Atemmaske (cPAP). Ausserdem ist ein Normalgewicht anzustreben. Metabolische Aspekte sollten eingeschlossen werden (siehe unten).<br>Da es sich um mehrere Faktoren handelt, besteht eine effektive Therapie in einer Kombination der verschiedenen Therapiem\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der mitochondrialen Medizin (Stoffwechselmedizin) wird vermutet, dass das Apnoe-Syndrome durch einen massiven zentralen Energiemangel bedingt ist. Dieser Energiemangel im Hirn f\u00fchrt zu einem narkose\u00e4hnlichen Schlaf. Dadurch erschlafft die Muskulatur und der Nasenrachenraum kollabiert. Dies ist in geringerem Masse also auch beim Schnarchen der Fall.<br>Deshalb stehen im Zentrum des Therapiekonzepts die Energieproduktion in den Muskeln und im Gehirn (siehe Energie und Vitalit\u00e4t), was durch eine Stoffwechseloptimierung erreicht werden kann.<br>Neben der Mikron\u00e4hrstofftherapie ist zwingend die Ern\u00e4hrung schrittweise anzupassen; das Gewicht sollte in einem Normbereich gehalten werden. Ausserdem ist eine Beurteilung aus stressmedizinischer Sicht empfehlenswert, um je nach Zustand die Neurobiologie wieder in einem Gleichgewicht zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-c41e9a17 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"chronischer-schnupfen\">Chronischer Schnupfen (Rhinitis), Allergien auf Pollen und Hausstaubmilben<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Nase ist ein Organ mit verschiedenen Funktionen: Atmung, Luftbefeuchtung, Geruchssinn und Immunabwehr. Sie kann als Filter unserer Atmung angesehen werden. Die Nasenschleimh\u00e4ute sind ein Teil unseres Immunsystems und reagieren auf verschiedene Faktoren, die das Immunsystem beeinflussen (siehe oben).<br>Eine Nasenatmungsbehinderung kann sowohl durch Anschwellen der Schleimh\u00e4ute (wie bei Erk\u00e4ltungen) sowie anatomisch durch enge Naseng\u00e4nge oder Verkr\u00fcmmung der Nasentrennwand verursacht werden. Dies sollte durch den HNO-Facharzt beurteilt werden.<br>Das Gef\u00fchl von chronischem Schnupfen ist h\u00e4ufig durch eine Reizung der Schleimh\u00e4ute bedingt. Dies f\u00fchrt zu einer vermehrten Produktion von Schleim, der nach hinten in den Rachen l\u00e4uft und dort eine Entz\u00fcndung f\u00f6rdern kann; auch klagen viele \u00fcber das Gef\u00fchl der \u00abverstopften Nase\u00bb.<br>Als Ursache finden sich h\u00e4ufig sogenannte Allergien auf Pollen oder Hausstaub. Jedoch f\u00fchrt auch eine vermehrte Schadstoffbelastung, Rauchen oder eine Exposition von giftigen Gasen, D\u00e4mpfen, Lackierungen etc. zu einer chronischen Rhinitis mit Symptomen, die einer Allergie gleichen.<br>Auch beeinflussen Sport oder chronischer Stress die Schleimh\u00e4ute der Nase (Adrenalin). Nicht zuletzt beeinflussen die Ern\u00e4hrung und die Darmgesundheit die Schleimh\u00e4ute, insbesondere wirkt sich eine zu zucker- und\/oder kohlenhydrathaltige Ern\u00e4hrung negativ aus; manchmal wird auch ein Zusammenhang mit Milchprodukten wahrgenommen. In seltensten F\u00e4llen kann eine Refluxerkrankung einen chronischen Schnupfen negativ beeinflussen.<br>Kurzum, abgesehen von anatomischen Ursachen wirken also zahlreiche Faktoren auf unsere Nasenschleimh\u00e4ute ein.<br>Chronischer Schupfen kann verschiedene Krankheiten beg\u00fcnstigen; dazu geh\u00f6ren Otitis media (meist als Kind), Tonsillitis, Sinusitis (siehe unten) und Lungenprobleme. Deshalb ist es ratsam, einerseits die Nasenschleimh\u00e4ute zu pflegen und die Schadstoffbelastung zu reduzieren, und andererseits alle genannten Faktoren zu optimieren, um das Immunsystem bestm\u00f6glich zu st\u00e4rken. Nicht selten sprechen allergische Symptome sehr gut auf eine Therapie mit Mikron\u00e4hrstoffen und Antioxidantien an.<\/p>\n\n\n\n<p><u>Rauchen:<\/u><br>Durch Rauchen werden die Schleimh\u00e4ute gereizt, was zu einer Entz\u00fcndung mit Produktion von z\u00e4hem Schleim f\u00fchrt. Rauchen f\u00f6rdert den oxidativen und nitrosativen Stress der Schleimh\u00e4ute; dies f\u00fchrt tendenziell zu einer Eosinophilie und kann im Verlauf zur Entstehung einer chronischen Sinusitis bis hin zu Nasenpolypen beitragen.<br>Allgemein werden beim Rauchen zus\u00e4tzliche Mikron\u00e4hrstoffe (Vitamine und Mineralien) verbraucht, was auf die Dauer zahlreiche chronische Krankheiten beg\u00fcnstigen kann; bestens bekannt ist die Korrelation von Rauchen mit b\u00f6sartigen Tumoren. Letzteres gilt vor allem f\u00fcr Rachen und Kehlkopf, Blase, Darm und Lunge, jedoch kaum f\u00fcr die Nasenschleimh\u00e4ute.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-f3148b76 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"nasennebenhoehlen\">Nasennebenh\u00f6hlen: chronische und\/oder rezidivierende Sinusitis<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn die Nase oder das Nasennebenh\u00f6hlensystem schlecht bel\u00fcftet werden (bspw. durch Trennwandverkr\u00fcmmung oder anatomische Engstellen), k\u00f6nnen vermehrt wiederkehrende Entz\u00fcndungen auftreten. Auch chronische Kopfschmerzen k\u00f6nnen dadurch bedingt sein und sollten deshalb auch vom HNO-Spezialisten abgekl\u00e4rt werden. Je nach Befund kann eine Operation der Nasentrennwand und\/oder Nasennebenh\u00f6hlen durch einen erfahrenen Chirurgen in Betracht gezogen werden.<br>Es gibt jedoch zahlreiche weitere Ursachen, die zu chronischen oder wiederholten Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung f\u00fchren k\u00f6nnen. Prinzipiell leben wir mit Bakterien, Pilzen und Viren in einer Art Symbiose (= Zusammenleben). Ohne weiter ins Detail zu gehen, kann eine Infektion deshalb auch als Zeichen einer Immunschw\u00e4che angesehen werden.<br>Weitere Ursachen f\u00fcr chronische Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndungen sind Umweltfaktoren wie Pollen, die meist saisonal auftreten, Hausstaub, Feinstaub (vor allem in St\u00e4dten und Industriegebieten). Rauchen (aber auch Cocain) f\u00fchrt zu einer Schleimhautreizung.<br>Bekanntlich haben chronische Belastungssituationen (Stress) eine negative Auswirkung auf das Immunsystem und k\u00f6nnen somit eine Nasennebenh\u00f6hlenproblematik ausl\u00f6sen oder verst\u00e4rken.<br>Auch wenn eine Operation in Betracht gezogen wird oder bereits durchgef\u00fchrt worden ist, sollte unbedingt darauf geachtet werden, Schadstoffe und Umweltgift weitgehendst zu reduzieren und das Immunsystem so gut wie m\u00f6glich zu st\u00e4rken.<br>Hierzu siehe folgende Themenans\u00e4tze: Ern\u00e4hrung, Mikron\u00e4hrstoffe, Bewegung, Gewichtskontrolle, Stressmanagment, Schlafhygiene, etc.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-f971230c gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"nasenpolypen\">Nasenpolypen (chronische Sinusitis mit Polypen)<\/h2>\n\n\n\n<p>Nasenpolypen entwickeln sich meist in Folge einer chronischen Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung (siehe oben). Die genauen Ausl\u00f6ser der Entstehung von Nasenpolypen ist nicht gekl\u00e4rt. Verschiedene molekularbiologische Faktoren werden in der Literatur diskutiert. Als Therapieoption kommen die medikament\u00f6se, die chirurgische und\/oder auch die Immuntherapie in Frage; letztere scheint \u2013 wenn auch nicht immer \u2013 sehr erfolgreich zu sein.<br>Bei sehr vielen Patienten mit Polypen finden sich eine erh\u00f6hte Eosinophile sowie auch ein erh\u00f6hter Gehalt an Stickstoff (NO) in der Atemluft (FeNO). Letzteres kann aus molekularbiologischer Sicht als Zeichen eines nitrosativen Stresses des K\u00f6rpers gedeutet werden (siehe Exkurs unten).<br>Aus unserer Sicht ist bei Nasenpolypen deshalb nur ein ganzheitliches Therapiekonzept erfolgsversprechend. Neben der operativen Entfernung der Polypen (Nasennebenh\u00f6hlenoperation) und der medikament\u00f6sen Therapie mit Kortison (Tabletten oder Spray) sind unbedingt auch folgende Therapieans\u00e4tze einzubeziehen: konsequente Nasenpflege und bestm\u00f6gliche Reduktion von Schadstoffen, ketogene und\/oder abwechselnd eine LOGI-Ern\u00e4hrung, Stressmanagment, Schlafhygiene und Bewegung; eine spezifische Kombination mit Mikron\u00e4hrstoffen und Antioxidantien zeigte \u00fcberraschend positive Effekte mit deutlich weniger Rezidiven.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-4328b6f6 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"zaehneknirschen\">Z\u00e4hneknirschen (Bruxismus) und Kiefergelenkbeschwerden<\/h2>\n\n\n\n<p>Kiefergelenksbeschwerden gehen h\u00e4ufig mit Ohrenschmerzen einher, die nicht selten als Mittelohrentz\u00fcndung fehldiagnostiziert werden. Als Ursache finden sich meist muskul\u00e4re Verspannungen der Kaumuskulatur, das durch Z\u00e4hneknirschen bedingt sein kann, andererseits aber auch im Zusammenhang mit Nackenverspannungen und Wirbels\u00e4ulenbeschwerden auftritt. Dem Z\u00e4hneknirschen liegt h\u00e4ufig eine akute oder chronische Stressbelastung, nach dem Motto \u00abman muss sich (durch die Situation) durchbeissen\u00bb. Es besteht jedoch auch ein enger Zusammenhang mit Beschwerden der Halswirbels\u00e4ule (siehe unten).<br>Symptomatisch helfen vor\u00fcbergehend weiche Kost, Entz\u00fcndungshemmer oder auch die Infiltration von Botox. Letzteres f\u00fchrt zu einer Reduktion der Muskelspannung und somit auch zu einer Schmerzminderung; der Effekt h\u00e4lt durchschnittlich 4-6 Monate an. Die Kosten werden nicht immer von der Krankenkasse verg\u00fctet.<br>Zus\u00e4tzlich kann eine Mikron\u00e4hrstofftherapie den Stoffwechsel des Muskels verbessern und somit zu einer muskul\u00e4ren und mentalen Entspannung f\u00fchren.<br>Je nach Belastungssituation empfiehlt sich eine Stressanalyse (siehe Stressmedizin) mit einem Stresscoaching, Empfehlung zum Stressmanagement und eventuell auch eine Verhaltenstherapie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-10f022a5 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"nacken-halswirbelsaeule\">Nacken und Halswirbels\u00e4ule<\/h2>\n\n\n\n<p>Nackenschmerzen z\u00e4hlen zu den h\u00e4ufigsten Beschwerden in der Bev\u00f6lkerung. Ursachen daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fehlhaltung, unphysiologische Sitzposition<\/li>\n\n\n\n<li>Mentaler und emotioneller Stress<\/li>\n\n\n\n<li>Zahlreiche Systemerkrankungen und Stoffwechselst\u00f6rungen<\/li>\n\n\n\n<li>Degenerative Halswirkbelver\u00e4nderungen und Bandscheibenvorf\u00e4lle (Diskushernien)<\/li>\n\n\n\n<li>Unausgewogene Ern\u00e4hrung (zu kohlenhydratreich) sowie Mikronn\u00e4hrstoffmangel k\u00f6nnen zu \u00dcbers\u00e4uerung der Muskeln und somit zu Nackenverspannungen beitragen.<\/li>\n\n\n\n<li>Unf\u00e4lle jeglicher Art k\u00f6nnen zu \u00dcberdehnung und Verletzungen der Halswirbels\u00e4ule mit chronischen Verspannungen und Schmerzen f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Nackenverspannungen und Halswirbels\u00e4ulenprobleme zeigen sich h\u00e4ufig im HNO-Bereich durch verschiedene Symptome: Ohrsausen (Tinnitus), intermittierende Ohrenschmerzen oder Druck im Ohr, H\u00f6rminderung, Schwindel oder Gleichwichtsst\u00f6rungen; Globusgef\u00fchl, Halsschmerzen.<br>Sind organische oder behandelbare Ursachen durch den HNO-Arzt und andere Fach\u00e4rzte ausgeschlossen, ist eine Behandlung der Halswirbels\u00e4ule angezeigt: L\u00f6sung der Verspannung mittels Physiotherapie oder Chiropraktik; auch sollten folgende Aspekte ber\u00fccksichtigt werden: gesunde K\u00f6rperhaltung, Schlafqualit\u00e4t f\u00fcr gen\u00fcgend Regeneration (bspw. regenerieren und hydrieren sich die Bandscheiben in der Nacht!), Ern\u00e4hrungsanpassung, Supplementierung mit Mikron\u00e4hrstoffen, Stressmanagement und Work-live Balance.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-f913c144 gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"instabile-halswirbelsaeule\">Instabile Halswirbels\u00e4ule<\/h2>\n\n\n\n<p>Wiederholte Unf\u00e4lle, Sch\u00e4delhirntraumata mit oder ohne Hirnersch\u00fctterung, insbesondere Auffahrunf\u00e4lle, teils aber auch \u00abbanales\u00bb Hinfallen, k\u00f6nnen \u00dcberdehnungen oder Mikroverletzungen in den Wirbelgelenken bewirken, die h\u00e4ufig nicht erkannt werden. Nicht zu vernachl\u00e4ssigen sind auch seitliche Krafteinwirkungen. Im schweren F\u00e4llen kann es zu einer Instabilit\u00e4t der Halswirbels\u00e4ule (Atlanto-axiale-Subluxation) f\u00fchren. Je nach Verletzungsgrad k\u00f6nnen die Betroffenen in einen Wirbel von Folgeerkrankungen gelangen.<br>Die Instabilit\u00e4t der Halswirbels\u00e4ule ist mit zahlreichen Beschwerden verbunden. Die Lebensqualit\u00e4t der Betroffenen wird mit der Zeit erheblich einschr\u00e4nken; nicht selten f\u00fchren sie zum Arbeitsplatzverlust bis hin zur Arbeitsunf\u00e4higkeit.<br>Da Halsverspannungen zu einer Volkskrankheit geh\u00f6ren, wird ihnen nicht immer die n\u00f6tige Aufmerksamkeit geschenkt; oder sie finden kaum Beachtung, wenn noch schwerwiegendere Begleitverletzungen oder andere gravierendere Erkrankungen vorhanden sind. Nicht zuletzt werden durch verschieden Fachspezialisten oft nur die Symptome behandelt. Meist bleibt die Ursache der Beschwerden unklar, weshalb auch die Therapie symptomorientiert, aber nicht kausal erfolgt. Es braucht einen holistischen Therapieansatz.<br>Auch wenn die Beschwerden unterschiedlicher Art und Auspr\u00e4gung sind, gibt es pathophysiologische Mechanismen, die all diese Symptome aus molekularbiologischer Sicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen; ohne zu stark ins Detail zu gehen, liegt die zentrale Ursache in einer Reizung verschiedener Hirnnerven sowie einer St\u00f6rung des autonomen Nervensystems (Sympathikus-Aktivit\u00e4t); kurz zusammengefasst: zu viel Adrenalin im K\u00f6rper.<br>Dies f\u00fchrt zu zahlreichen Fehlregulationen in den Organen, nicht zuletzt aufgrund einer verminderten Regenerationsf\u00e4higkeit durch einen gest\u00f6rten Nachtschlaf. Eine gest\u00f6rte Regulation des autonomen Nervensystems (zu viel Adrenalin) ist Gift f\u00fcr den K\u00f6rper.<br>Im HNO-Bereich finden sich zu Beginn h\u00e4ufig eine \u00e4hnliches Beschwerdebild wie bei Nackenverspannungen: Ohrsausen (Tinnitus), intermittierende Ohrenschmerzen oder Druck im Ohr, H\u00f6rminderung, Schwindel oder Gleichwichtsst\u00f6rungen; Globusgef\u00fchl, Halsschmerzen. Nicht selten wird auch \u00fcber Schluckst\u00f6rungen berichtet. Aufgrund der neurovegetativen Regulationsst\u00f6rung k\u00f6nnen im Verlauf auch ein chronischer Schnupfen (Rhinitis) oder sogar eine chronische Sinusitis bis hin zu Nasenpolypen auftreten; oft wird \u00fcber Niesattacken nach Kontakt mit Staub oder Schadstoffen berichtet. Weiter klagen die Betroffenen an einer Vielzahl von Beschwerden. Die Liste der Beschwerden ist lang und kann jedes Organ betreffen. Im Folgenden findet sich nur eine Auswahl:<br>Visusst\u00f6rungen (Fliegende M\u00fccken), Lichtempfindlichkeit, L\u00e4rmempfindlichkeit, Gesichtsfeldeinschr\u00e4nkungen, Kopfschmerzen, Migr\u00e4ne, Konzentrationsst\u00f6rungen und eingeschr\u00e4nktes Kurzzeitged\u00e4chtnis, vermehrte M\u00fcdigkeit, Taubheitsgef\u00fchl an den Extremit\u00e4ten oder Gesicht, Ver\u00e4nderungen an Haut, br\u00fcchige Fingern\u00e4gel mit L\u00e4ngs- oder Querrillen, unklare Blutdruckschwankungen, Herzrasen und Schweissausbr\u00fcche (v.a. in der Nacht), Reizdarm oder Bl\u00e4hbauch.<br>Sobald \u00c4ngste oder andere psychomentale Symptome hinzukommen, \u00f6ffnet sich die T\u00fcr f\u00fcr eine psychiatrische Diagnose.<br>Die Symptome zu objektivieren und die Befunde zu richtig zu interpretieren, ist \u00e4usserst anspruchsvoll; wenn ein Befund vorliegt, wird er nicht selten einer anderen Erkrankung oder einem m\u00f6glichen Syndrom zugeordnet. Schnell wird an eine psychische oder psychosomatische St\u00f6rung gedacht. Je schleichender und l\u00e4nger die Beschwerden fortschreiten, desto weniger werden diese in Verbindung mit den Unf\u00e4llen (oft auch mehrere kleinere Bagatelltraumen) gebracht; nur wendige denken dann an die M\u00f6glichkeit einer instabilen Halswirbels\u00e4ule.<br>Da die Beschwerden keine oder nur leichte organische Befunde zeigen, werden die Betroffenen zu psychiatrischen Patienten abgestempelt. Auch wenn pathologische Befunde im Halswirbelbereich erkennbar sind, werden sie oft als nicht relevant eingestuft. Dass aufgrund der chronischen Beschwerden (Schmerzen, Schwindel, etc.) psychische Ver\u00e4nderungen (Depression, Frustration, etc.) auftreten, ist durchaus verst\u00e4ndlich.<br>Zudem versuchen die Betroffenen ihre Beschwerden bildhaft zu beschreiben, ohne Geh\u00f6r beim Arzt zu finden; wieso denn auch? Die \u00e4rztlichen Abkl\u00e4rungen inklusive Bildgebung haben ja Normalbefunde ergeben. Hier stellt sich die wichtige Frage, wie wurden die Befunde interpretiert und was sollte in diesen F\u00e4llen (zus\u00e4tzlich) gemessen werden?<br>Zur Behandlung der instabilen Halswirbels\u00e4ule muss ein multimodales Therapiekonzept etabliert werden. Es beinhaltet die folgenden Aspekte:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Behandlung und Stabilisierung der Halswirbels\u00e4ule<\/li>\n\n\n\n<li>Verhalten am Tag<\/li>\n\n\n\n<li>Ern\u00e4hrung<\/li>\n\n\n\n<li>Mikron\u00e4hrstofftherapie<\/li>\n\n\n\n<li>Schlafqualit\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>Coaching, Verhaltens- und\/oder Psychotherapie<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"gb-headline gb-headline-9f06b8ea gb-headline-text scroll-margin-top\" id=\"oxidativer-nitrosativer-stress\">Exkurs: Oxidativer und nitrosativer Stress \u2013 ein zweischneidiges Schwert\u2026<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Bildung von Radikalen geh\u00f6rt zum Prozess des Metabolismus: Energieproduktion, Immunabwehr, Entgiftung und Regeneration. Unser Organismus braucht sie und ein gesunder K\u00f6rper kann gut damit umgehen. Wird jedoch das Gleichgewicht gest\u00f6rt, kommt es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu Symptomen.<br><strong>Sauerstoffradikale <\/strong>(bspw. das Hydroxylradikal = OH-Radikal) haben eine wichtige Funktion in der Zellatmung (= Energiegewinnung der Zelle). Zudem sind diese oxidativen Radikale wichtig f\u00fcr vegetative, immunologische und biochemische Reaktionen im K\u00f6rper.<br>Auch <strong>Stickstoffradikale <\/strong>(bspw. Stickstoffmonoxid = NO) haben wichtige Funktionen f\u00fcr den Stoffwechsel und unser Immunsystem. Stickstoffmonoxid hat gef\u00e4sserweiternde und antibakterielle Wirkung; beispielsweise bildet die Nase als Bakterienbarriere viel Stickstoffmonoxid.<br>Kommt es zu einem dauernden \u00dcbermass an Radikalen (siehe unten), entfaltet sich eine toxische Wirkung. Die Radikale f\u00fchren dann zu Funktionsst\u00f6rungen in der Zelle und k\u00f6nnen die Zelle auf die Dauer sch\u00e4digen; dies kann jedes Organ des K\u00f6rpers betreffen.<br>Insbesondere blockiert Stickstoffmonoxid die Zellatmung und somit die Energieproduktion. Auch die Entgiftungsprozesse werden gehemmt; v.a. sind die Enzyme betroffen, die Metalle (Zink, Kupfer, Mangan, etc) als Cofaktoren ben\u00f6tigen. Je nachdem wo die St\u00f6rung begonnen hat, treten unterschiedliche Symptome oder Laborver\u00e4nderungen auf. Chronische Lungenerkrankungen, Asthma, Nasenpolypen, aber auch Sodbrennen sind (fast) immer mit einem erh\u00f6hten Wert an Stickstoffmonoxid verbunden.<br>Neben einer Mikron\u00e4hrstofftherapie kann Sauerstoff diese Hemmung (Stickstoffmonoxid -&gt; Metalle) teilweise unterbinden; deshalb kann bei gewissen Erkrankungen auch eine oxidative Therapie (Sauerstofftherapie) angezeigt sein.<br>Zudem ist die Bildung von Sauerstoffradikalen pH-abh\u00e4ngig: je saurer das Milieu, desto mehr Radikale werden gebildet. Deshalb ist ein gesundes Gleichgewicht des S\u00e4ure-Basen-Haushaltes enorm wichtig. Im sauren Milieu entstehen weitere reaktive Sauerstoffspezies (ROS), die zusammen mit Stickstoffradikalen (NO) Peroxynitrit (ONOO) bilden. Und dann wird es f\u00fcr den Stoffwechsel respektive f\u00fcr unsere Gesundheit besonders gef\u00e4hrlich! Denn es kann ein Sturm von Entz\u00fcndungsfaktoren (Zytokine) ausgel\u00f6st werden, der zu diffusen Entz\u00fcndungen in verschiedenen Organen f\u00fchrt. Dies ist der Beginn von chronischen Systemerkrankungen.<br>Jedes Symptom sollte deshalb in einem Gesamtkonzept betrachtet und interpretiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><u>Ursachen f\u00fcr oxidativen und nitrosativen Stress<\/u><br>Es ist alles eine Frage des Gleichgewichts! Abgesehen von nat\u00fcrlichen k\u00f6rperlichen Prozessen wird die Bildung von Sauerstoffradikale (OH) und Stickstoffmonoxid (NO) durch zahlreiche Faktoren stimuliert: einerseits durch Mangel an Mikron\u00e4hrstoffen, andererseits durch viele Umweltfaktoren unserer modernen Lebensweise:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Umweltgifte: Pestizide, Herbizide, Fungizide, verschiedene L\u00f6sungsmittel, Gewerbegifte, Nanopartikel, etc.<\/li>\n\n\n\n<li>Schwermetalle (Aluminium, Amalgam, etc.)<\/li>\n\n\n\n<li>Chronischer (mentaler und emotioneller) Stress<\/li>\n\n\n\n<li>Exzessive k\u00f6rperliche Belastung (Spitzensport)<\/li>\n\n\n\n<li>Vitaminarme Ern\u00e4hrung<\/li>\n\n\n\n<li>Vegetarische Ern\u00e4hrung<\/li>\n\n\n\n<li>Nitratreiche Nahrungsmittel (Gr\u00fcnes Blattgem\u00fcse, Wurstwaren, Konservendosen, Grillieren, etc.)<\/li>\n\n\n\n<li>Entz\u00fcndungen, Infektionen, Impfungen<\/li>\n\n\n\n<li>Sauerstoffmangel<\/li>\n\n\n\n<li>Rauchen, Alkohol, Rauschgifte<\/li>\n\n\n\n<li>Zahlreiche Medikamente (die Liste ist lang)<\/li>\n\n\n\n<li>Elektromagnetische Strahlung (WiFi, 4G, 5G, LED, etc.)<\/li>\n\n\n\n<li>Medizinische Bestrahlung<\/li>\n\n\n\n<li>Genetische Faktoren und \u00c4lterwerden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die konstante Strahlenbelastung durch elektromagnetische Wellen ist nicht zu untersch\u00e4tzen, weil sie gewisse Entgiftungsprozesse hemmen und auch die Entwicklung von b\u00f6sartigen Krankheiten beg\u00fcnstigen k\u00f6nnen. Auch die chronische Schadstoffbelastung durch die zahlreichen Umweltgifte ist auf Dauer verheerend. Diesen beiden Faktoren sind wir alle zwangsl\u00e4ufig ausgesetzt. In Kombination mit unausgewogener Ern\u00e4hrung, chronischem Stress und Mangel an Vitalstoffen ger\u00e4t der Stoffwechsel leicht in ein Ungleichgewicht.<br>Allgemein sollte deshalb der Pr\u00e4vention Vorrang gegeben werden. Die Pr\u00e4vention ist ein aktiver Prozess, dessen Ziel die Erhaltung der Gesundheit ist.<br>Bei Beschwerden sollte das Ziel der Therapie die Wiederherstellung des nat\u00fcrlichen Gleichgewichts sein; die wichtigsten Themen der Therapie sind: Mikron\u00e4hrstofftherapie, Stressmanagement, Ern\u00e4hrungsumstellung und Schadstoffreduktion. Ohne gen\u00fcgend Vitalstoffe kann der K\u00f6rper die n\u00f6tigen Entgiftungsprozesse nicht durchf\u00fchren.<\/p>\n\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funktionelle HNO-Heilkunde Die Gesundheit ist nicht nur ein w\u00fcnschenswerter Zustand, sondern ein aktiver Prozess!Dr. Roth, Thomas Inhalt Was bedeutet funktionelle HNO? Bei der funktionellen Medizin geht es darum, die k\u00f6rpereigenen Prozesse zu unterst\u00fctzen, um die gesunde Funktion der einzelnen Organe aufrechtzuerhalten und die Heilungsprozesse auf nat\u00fcrliche Weise zu f\u00f6rdern.Die funktionelle HNO beurteilt einerseits die Beschwerden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"content-template.php","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-596","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>HNO-Pathologien | Studio Otorino Ticino<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"HNO-Pathologien | Studio Otorino Ticino\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Funktionelle HNO-Heilkunde Die Gesundheit ist nicht nur ein w\u00fcnschenswerter Zustand, sondern ein aktiver Prozess!Dr. Roth, Thomas Inhalt Was bedeutet funktionelle HNO? Bei der funktionellen Medizin geht es darum, die k\u00f6rpereigenen Prozesse zu unterst\u00fctzen, um die gesunde Funktion der einzelnen Organe aufrechtzuerhalten und die Heilungsprozesse auf nat\u00fcrliche Weise zu f\u00f6rdern.Die funktionelle HNO beurteilt einerseits die Beschwerden [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Studio OTORINO Ticino\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-10-28T17:51:14+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"21\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/\",\"url\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/\",\"name\":\"HNO-Pathologien | Studio Otorino Ticino\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#website\"},\"datePublished\":\"2024-10-06T16:52:34+00:00\",\"dateModified\":\"2024-10-28T17:51:14+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"HNO-Krankheiten\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/\",\"name\":\"Studio OTORINO Ticino\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#organization\",\"name\":\"Studio OTORINO Ticino\",\"url\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/cropped-logo.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/cropped-logo.png\",\"width\":522,\"height\":278,\"caption\":\"Studio OTORINO Ticino\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"HNO-Pathologien | Studio Otorino Ticino","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"HNO-Pathologien | Studio Otorino Ticino","og_description":"Funktionelle HNO-Heilkunde Die Gesundheit ist nicht nur ein w\u00fcnschenswerter Zustand, sondern ein aktiver Prozess!Dr. Roth, Thomas Inhalt Was bedeutet funktionelle HNO? Bei der funktionellen Medizin geht es darum, die k\u00f6rpereigenen Prozesse zu unterst\u00fctzen, um die gesunde Funktion der einzelnen Organe aufrechtzuerhalten und die Heilungsprozesse auf nat\u00fcrliche Weise zu f\u00f6rdern.Die funktionelle HNO beurteilt einerseits die Beschwerden [&hellip;]","og_url":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/","og_site_name":"Studio OTORINO Ticino","article_modified_time":"2024-10-28T17:51:14+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"21\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/","url":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/","name":"HNO-Pathologien | Studio Otorino Ticino","isPartOf":{"@id":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#website"},"datePublished":"2024-10-06T16:52:34+00:00","dateModified":"2024-10-28T17:51:14+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/patologie-orl\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"HNO-Krankheiten"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#website","url":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/","name":"Studio OTORINO Ticino","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#organization","name":"Studio OTORINO Ticino","url":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/otorinoticino.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/cropped-logo.png","contentUrl":"https:\/\/otorinoticino.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/cropped-logo.png","width":522,"height":278,"caption":"Studio OTORINO Ticino"},"image":{"@id":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"}}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=596"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/596\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1325,"href":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/596\/revisions\/1325"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/otorinoticino.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}